Heute hab ich Saatgut eingekauft – wildes und nicht so wildes

Endlich hab ich Zeit gefunden Saatgut zu bestellen für meine Gärten. Seit dem letzten Jahr pflege ich zusammen mit einer Freundin unseren „Tegernheimer Wildpflanzengarten“. Hier möchten wir viele einheimische Wildpflanzen ansiedeln und anbauen. Das wird die Speisekammer für meine Wildpflanzen-Kochkurse :-). Der Garten ist übrigens auf dem Beitragsbild zu sehen. Für meinen Kleingarten, den ich seit 1998 in Regensburg pflege, gibt es auch „zahmes“ Gemüse, aber natürlich dürfen hier die Wilden, in ein wenig geordneten Bahnen, wachsen. Das habe ich eingekauft:

Bei Dreschflegel : Knospenkohl Cime di rapa, Zierkohl Negro Romano (Palmkohl), Rote Bete Rote Kugel, Rote Bete Tonda di Chioggia, Möhre Gonsenheimer Treib, Möhre Chantenay (London Market), Haferwurz Sandwich Island, Topinambur Gföhler Rote, Knollenziest, Kaffeezichorie, Spörgel, Kapuzinerkresse Rankende Farbmischung, Kapuzinerkresse Rote , Nadelkerbel Venuskamm, Europäische Goldrute, Fuchsschwanz, Riesensonnenblume, Eselsdistel.

Im Templiner Kräutergarten: Barbarakraut, Acker-Glockenblume, Guter Heinrich, Kohldistel, Schmalblättriges Weidenröschen, Große Sternmiere , Großer Bocksbart, Rotklee Kulturform, Echter Ehrenpreis, Scharfer Gelblauch, Hirschhorn-Wegerich , Schlangenknöterich, Echte Rapunzel,  Gemeines Leimkraut, Schopfige Traubenhyazinthe, Winterkresse.

Im Laufe des Jahres berichte ich Euch, wie sich die Pflänzchen entwickeln und vielleicht gibt es bald die eine oder andere in meinen Kursen zu essen. Manches in der Liste kenne ich selber noch nicht und bin gespannt.

Zum Beispiel auf den Spörgel oder Spark, ein Nelkengewächs wie die Vogelmiere. Den hat man, laut Wikipedia, in den Mägen germanischer Moorleichen gefunden, z. B. bei der Frau von Huldremose (2. Jh. v. Chr.). Auf jeden Fall ist das eine der Wildpflanzen, für die man einen Beweis hat, das sie schon sehr lange zur Nahrung des Menschen gehör(t)en. Faszinierend finde ich auch die Eselsdistel, ein beeindruckendes und bizarres Gewächs, das man, wie alle Disteln übrigens, essen kann. Und ich freu mich schon auf den Hirschhorn-Wegerich, einem Verwandten von Spitz- und Breitwegerich, von dem ich inzwischen weiß, dass er in der Toskana heute noch zu den einheimischen Delikatessen (unter dem Namen barba di frate – das heißt in etwa „Mönchsbart“) zählt. Bald gibt es den in meinen Kursen, wenn es ihm in meinen Gärten gefällt.

Ich werde im Laufe der Zeit alle Pflanzen näher vorstellen. Aber für heute ist Feierabend. Ich wünsche allen ein Gute Nacht.

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