Autor: Der wilde Weg

Fachberaterin für Selbstversorgung mit essbaren Wildpflanzen (HfWU) Bestsellerautorin "Der Giersch muss weg!" (Spiegel Bestseller Platz 3 Ratgeber Natur & Garten, Juni 2019)

Der Giersch muss weg – Kochbuch neben Unkrautvernichter

Sucht man auf amazon.de nach meinem Unkräuter-Kochbuch mit dem schönen Titel „Der Giersch muss weg“,  dann bekommt man völlig unterschiedliche Suchergebnisse. Neben meinem Kochbuch werden auch Unkrautvernichtungs-Mittel (mit Handschutz!!) angezeigt. Das ist nur ein Spiegel unsere Welt.

Wie schön, dass nur mein Kochbuch eine 5-Sterne-Bewertung hat.

Das Frühjahrs- und Sommerprogramm steht

Mein neues Programm für Frühjahr und Sommer ist diesem Jahr ist fertig und Sie können sich damit auf die neue Saison einstimmen. Draußen ist es noch kalt und es liegt Schnee, doch es wird nicht mehr allzu lange dauern und das erste junge Frühjahrsgrün wird wachsen, darunter das schöne Scharbockskraut für den ersten VitaminC-Schub.

Scharbockskraut

In dieser Saison gibt es wieder mehr Kochkurse, in jedem Monat von April bis August jeweils einen. Manchmal mit gemeinsamem Sammeln vorab, manchmal wird einfach nur lecker gekocht und gegessen. Das Highlight ist der „Wilde Wildkräutertag“ am 18. Mai im Mienbacher Waldgarten. Hier können wir im Permakulturgarten von Hanne Zech gemeinsam unsere Wildkräuter sammeln und dann im wunderschönen Seminarhaus gemeinsam damit kochen. In allen Kochkurse werden wir auch Gerichte aus meinem ersten Wildkräuter-Kochbuch „Der Giersch muss weg“ zubereiten, das gerade frisch im Ulmer Verlag erschienen ist.

Es gibt diesmal auch mehr Abendspaziergänge, die ich wie bisher gemeinsam mit der KEB Regensburg Stadt anbiete und nun auch mit der  vhs Regensburg Stadt. Es ist einfach schön am Abend nach der Arbeit noch einen entspannenden und bereichernden Abendspaziergang zu den wilden Pflanzen zu machen. Die Spaziergänge bei der vhs starten im Osten des Stadt beim BIC im Candis und im Süden, beim BIC im Köwe. Bei der KEB sind es 5 verschiedene Startpunkte entlang der Donau mitten in der Stadt.

Für alle, die Probleme mit dem Gehen haben oder im Rollstuhl sitzen, habe ich alle geeigneten Kurse mit einem Rolli-Fahrer markiert. Es ist auch ein Kochkurs dabei in der vhs-Regensburger Land, die in Neutraubling in neue Räume umzieht. Dort gibt es eine wunderschöne neue Küche, in der eine Kochstelle für Rollstuhlfahrer absenkbar ist. Eine grandiose Idee finde ich.

Auch die Februar-Kurse sind noch mit im Programm, von denen ich Ihnen das Basiswissen-Seminar „Essbare Wildpflanzen sicher erkennen“ besonders ans Herz lege. Hier lernen Sie die wichtigsten botanischen Grundlagen für die Pflanzenbestimmung und die wichtigsten Pflanzenfamilien und Wildpflanzenarten anhand zahlreicher Bilder und ausführlicher Unterlagen kennen. Die beste Vorbereitung für die kommende Saison.

Basiswissen essbare WildpflanzenDen Programm-Flyer können Sie sich gleich hier herunterladen. Die Druckversion gibt es dann in ca. 2 Wochen. Sie wird wieder in vielen Regensburger Geschäften ausliegen, z. B. im Biomarkt Neuhoff im DEZ, bei Sonnentor in der Spiegelgasse und beim Trekkingladen in der Oberen Bachgasse. Und natürlich bringe ich ihn zu allen Kursen mit.

Ich freue mich auf die nächste gemeinsam Wildpflanzensaison mit Ihnen.

Aktuelle Info: Die Wanderung heute 26. Januar 2019 findet statt

Samstag 26. Januar – Essbare Wildpflanzen im Winter –

Aktuelle Info am 26.1: Die Wanderung heute findet statt, das Wetter passt. Treffpunkt: Prüfeninger Schlossgarten, Prüfeningerstraße 75

Nachtrag: Das Wetter hat gehalten und es war wieder eine wirklich schöne Wanderung mit interessierten und sympatischen Teilnehmern. Danke, es hat Spaß gemacht.

„Der Giersch muß weg“. Mein Wildkräuter-Kochbuch ist im Handel

Vor über 2 Jahren ist im Ulmer-Verlag die Idee zu einem Kochbuch entstanden, dass die Unkräuter im Garten in den Mittelpunkt stellt. Das Buch sollte Lösungen bieten, wie man das Unkraut umweltschonend aus dem Garten verbannen kann oder wie man es nutzen kann. Und einen besseren Nutzen, als die wertvollen Unkräuter in der Küche zu verwenden gibt es wohl kaum.
Aus diesem Gedanken ist eine Kooperation der Gartenbuchautorin Elke Schwarzer und mir entstanden. Gemeinsam haben wir uns die Unkräuter ausgesucht, die häufig sind, leicht zu erkennen und die natürlich gut schmecken.Wir haben auch darauf geachtet, dass das ganzen Jahr über geerntet werden kann. Saison haben im Moment u. a. die Vogelmiere, die Nelkenwurz, die Knoblauchsrauke, die Nachtkerze, die Taubnesseln. Auch junges Labkraut, Ehrenpreis, Rainkohl und Wegrauke kann man zur Zeit ernten, wenn man nicht gerade in den Alpen oder den Mittelgebirgen lebt, wo es in diesem Jahr ja ordentlich schneit.

Elke hat locker-flockig geschriebene Pflanzenporträts und Tipps zum „Loswerden“ verfasst. Mir wurde die spannende Aufgabe übertragen schmackhafte Rezepte für die Wildkräuter zu liefern und Tipps für das Sammlern, Aufbewahren und Verarbeiten zusammenzustellen.
Nun ist unser Werke im Handel und es liegen viele Monate hinter mir, in der ich mich intensiv mit den wilden Pflanzen beschäftigt habe. Ich habe gezupft und abgeschnitten, gegraben und gepflückt, gewaschen und getrocknet, ausgeschüttelt und gesiebt. Dann wurde ausgeputzt und geschnippelt, gekocht und gebraten, geröstet und gemixt, vermischt und geknetet, geformt und gefüllt, probiert und fotografiert, notiert und getippt, formuliert und korrigiert.

Das Ergebnis waren 54 Rezepte, die ich für gut genug befand. Wieviele ich ausprobiert und verworfen habe kann ich gar nicht mehr sagen. Diese Rezepte finden Sie im Buch:

Für diesen bunten Mix an Rezepten habe ich intensiv in der Küche anderer Länder recherchiert. Ich wollte unbedingt Rezepte im Buch haben, die traditionell mit Wildkräutern zubereitet werden. Fündig geworden bin ich vor allem in Griechenland und Italien. Aber auch die Franzosen oder die Iren nutzen auch heute noch wilde Pflanzen in Ihrer Küche. Ich habe einige vegane Gerichte kreiert und viele meiner Lieblingsrezepte mit Unkräutern angereichert. Auch Gerichte, die ich gerne in meinen Kochkursen mache, sind dabei. Die ausgewählten Gerichte sind einfach zuzubereiten und nicht zu aufwendig.
Die meisten meiner Rezepte eignen sich nicht nur für das ausgewählte Wildkraut, sondern ebenso  für einige andere, die immer unter dem Punkt „Andere Wildpflanzen“ genannt werden. Damit jeder selber noch ein wenig experimentieren kann, sind alle Pflanzen in einer Übersicht nach den Geschmacksrichtungen mild, kräftig, bitter, kohlig-scharf, kratzig-scharf, würzig, sauer sortiert. Probieren Sie ein Rezept einfach mal mit einer anderen Pflanze aus der gleichen Gruppe.

Ein Teil der Rezepte wurde von einer professionellen Foodfotografin nachgekocht, in Szene gesetzt und fotografiert. Es war jedesmal hochspannend die Fotos MEINER Rezepte zu sehen. Ich finde ihre Bilder machen richtig Appetit. Ein schönes Rezept für die Faschingszeit ist der Matjessalat auf Hirtentäschel:

Zu meinen Lieblingsseiten im Buch gehören die Mix-Rezepte. Es gibt je ein Mix-Rezept für gemischte Wildkräutern für Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Sie eigenen sich einfach wunderbar, wenn man mit einer Hand oder einer Tüte voll wilde Kräuter aus dem Garten oder einem Saziergang nach Hause kommt.
Ich mag nicht nur die Rezepte, weil sie so schnell und unkompliziertsind, sondern auch das Layout. Danke Ulmer Verlag für das peppige schöne Layout.
Hier ist für Sie das Winter-Mix-Rezept, damit Sie gleich starten können, der Colcannon, einem buttriger irischer Kartoffel-Stampf mit Zwiebeln und wilden Kräutern. Einfach nur köstlich! Er schmeckt übrigens auch mit „zahmen Kräutern“ wie Persilie, Dill, Schnittlauch, Borretsch und Kohl, der im Original-Rezept verwendet wird. Es muss nicht immer wild sein.

Viel Vergnügen wünsche ich nun beim Unkräutersammeln im Garten, beim Wildkräutersammeln in der Natur, beim Kochen und vor allem beim Genießen der leckeren Gerichte.

Wilde Winterwurzeln. Rezept: Penne mit Löwenzahnwurzeln und schwarzen Oliven

Die Winter werden immer milder. In den letzten Jahren konnten die winterlichen Wildkräuter bis ins Neue Jahr geerntet werden, manchmal bis in den Februar hinein. Und dann erst kam in vielen Regionen der Schnee, der die leckeren Pflänzchen bedeckt und den Boden hart gefroren hat, so daß die Wurzelernte pausieren musste. Auch in diesem Jahr ist es im Januar noch mild und der Speiseplan kann mit selbst gesammelten Wildkräutern und wilden Wurzeln bereichert werden.

Von September bis in den März ist die Zeit der Wurzelernte. Die Pflanzen lagern die Nährstoffe in ihren Wurzeln ein, damit im Frühjahr genügend Nährstoffe für junges Grün zu Verfügung stehen.  Mit einem guten Unkrautstecher oder einem japanischen Gartenmesser ausgerüstet lassen sich nun die Wurzeln von Löwenzahn, Nelkenwurz und Knoblauchsrauke ernten.
Diese drei haben einen völlig unterschiedlichen Charakter und werden entsprechend verschieden eingesetzt. (mehr …)