FAQ

Häufig gestellte Fragen und Antworten darauf

Wie hoch ist die Gefährdung durch den Fuchsbandwurm für Wildpflanzen-Sammler und -esser?

Antwort: Dazu  Artikel aus der Zeit:
http://www.zeit.de/2010/35/Stimmts-Fuchsbandwurm.
Die Eier können aber auch in den Bauch des Menschen gelangen, der ist dann ein sogenannter „Fehlzwischenwirt“ (weil wir selten vom Fuchs gefressen werden). Die Infektion verläuft sehr langsam, erst nach zehn Jahren stellt man die alveoläre Echinokokkose fest – aber dann ist es oft schon zu spät. Die gefährliche Infektion ist selten: 2008 gab es in Deutschland gerade 26 Fälle. Früher dachte man tatsächlich, die Fuchsbandwurmeier gelangten über verschmutzte Beeren in den Menschen. Die Universität Würzburg, an der die Echinokokkose-Fälle zentral erfasst werden, gibt jedoch Entwarnung.
Der Molekularbiologe Klaus Brehm sagt: „Es ist für keinen einzigen Patienten erwiesen, dass er sich so angesteckt hat.“ Und Andreas Hensel vom Bundesinstitut für Risikobewertung sagt, die Warnungen würden von der „Risiko-Industrie“ hervorgebracht. Tatsächlich geht die Hauptgefahr einer Infektion von Haustieren aus, die eine befallene Maus oder Ratte gefressen haben.

http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2014-01/fuechse-fuchsbandwurm-parasitologie/seite-2
Die Chance, sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren, entspricht statistisch etwa der Wahrscheinlichkeit, vom Blitz getroffen zu werden.Der höchste Infektionsdruck herrscht da, wo viele Füchse im Siedlungsbereich leben und Wühlmäuse jagen. Das ist vor allem in Dörfern und Kleinstädten der Fall – durchaus aber auch in bestimmten Bereichen der Großstadt. Wir sollten uns bei Entwurmungsmaßnahmen in Zukunft auf den Siedlungsraum konzentrieren“.