Deftig-wildes Sauerkraut mit Taubnesseln und Speck

 

Es ist Dezember. Auch wenn es nicht schneit, so macht die kalte Luft dennoch Appetit auf Deftiges. Und natürlich: etwas Wildes muss mit hinein. Die Auswahl an essbaren Wildpflanzen ist immer noch erstaunlich groß. Am passendsten scheint mir die würzige Taubnessel. Sie ist im Moment zudem sehr häufig zu finden und somit ist die gewünschte Menge schnell gesammelt.
Das Sauerkraut wird fruchtig abgeschmeckt mit Äpfeln, spannend gewürzt mit Nelken, Wachholder, Lorbeer und Ingwer und serviert mit knusprig angebratenen Kartoffeln.

Die Zutaten für 2 große Portionen (sättigend und wärmend  nach einem langen Spaziergang):

300 gr. Sauerkraut |  2 Essl. Speckwürfel | 1 Knoblauchzehe |1 große Zwiebel | 1 Stück Lauch mit viel grünem Anteil |1 säuerlicher Apfel | ca. 1 cm Ingwer | 2-3 Wachholderbeeren | 2-3 Nelken | 1 Lorbeerblatt | Pfeffer | Salz | etwas Honig | 2 große festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln | Fett oder Öl nach Wunsch zum Anbraten. Ich habe Kokosöl genommen, das fügt sich wunderbar ein und schmeckt nicht heraus.

Die Kartoffeln schälen, in mundgrechte Stücke schneiden und gar kochen.
Die Speckwürfel auslassen, auf Wunsch mehr Fett dazugeben, Knoblauch und Ingwer klein schneiden, Lauch und Zwiebel in feine Streifen schneiden und alles im Fett anbraten. Die Äpfel würfeln und zusammen mit dem Sauerkraut dazugeben. Wachholderbeeren, Lorbeerblatt und Nelken hinzufügen. Evtl. mit etwas Wasser aufgießen. Bei geschlossenem Deckel ca. 10 Min. köcheln lassen.
Eine gute Handvoll Taubnesseln grob scheiden und dazugeben, weitere 5 Min. köcheln lassen. Abschmecken mit Salz, Honig, frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer.

Die Kartoffelstücke in einer großen Pfanne anbraten, dann das Kraut in der Pfanne daneben legen und auch anbraten.  Wenn beides fertig ist, in der Pfanne mischen. Fein geschnittene rohe Taubnessel unterheben und sofort servieren.
Das Gericht schmeckt auch ohne Anbraten: das fertige Kraut mit den gekochten Kartoffeln servieren. Dann das Kraut mit mehr Flüssigkeit zubereiten.
Sie werden sehen oder besser schmecken: die eher exotische Zutaten Ingwer und Kokosöl geben eine interessante Note fügen sich aber dennoch wunderbar ein.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s