Der Höhepunkt der Woche. Ein gelungener Wildpflanzenkochkurs

Wieder haben die Wildpflanzen und die Wildpflanzen-Köche gezeigt was in Ihnen steckt. Letzten Samstag haben wir in der vhs-Küche ein unglaublich gelungenes Wildpflanzen-Menü gekocht. Natürlich probiere ich die Rezepte vorher aus, doch was die Teilnehmer dann daraus machen, weiß man ja nie so genau, denn jeder bringt seine ganz eigene Kocherfahrung und seinen eigenen Geschmack mit.

Für mich (und das kann ich sicher sagen: nicht nur für mich) war es ein großartiges Geschmackserlebnis und ein richtig schöner Nachmittag. Das Brennnessel-Erdbeer-Risotto war von einem anderen Stern, das Bärlauch-Faltbrot zerging mit Butter-Knoblauch-Aroma auf der Zunge und war gleichzeitig von einer cross-mürbem Kruste umgeben, die Wildpflanzen-Quiches (eine mit Hopfensprossen, die zweite mit Bärenklau, eine dritte mit beidem) waren saftig, knusprig und aromatisch zugleich.


Die marinierten Gemüse (Wiesenlabkraut, Bärenklau, Goldrute, Riesenknöterich, Giersch, Blattstiele der Großen Klette, Knospen vom Beinwell), die von einer ganzen Familie samt Schwiegersohn (in spe?) geputzt, blanchiert und vorzüglich gewürzt wurden, habe die Aromen der verschiedenen Wildpflanzen  wunderbar zur Geltung gebracht. Der Lindenblättersalat war perfekt mariniert, die cremigzarten Blätter waren von zitroniger Marinade umgeben, die wunderbar dazu gepasst hat. Die Akzente haben die Blüten von Wiesenschaumkraut, Ahorn und Traubenkirsche gesetzt. Die Geschmacks-Überraschung für mich waren die Blüten der Traubenkirsche, die ein wunderbares süßlich-herb-mandelartiges Aroma haben. Toll!


Das Dessert setzte dann den kühl-fruchtigen Abschlußpunkt. Fichten- und Robiniensirup haben hier die wilde Note mitgebracht  und meine Aufgabe für Mai ist klar: mehr Robinien- und Fichtensirup machen, damit viele Kursteilnehmer in den Genuß kommen.
Den Weißwein gab’s diesmal schon zum Kochen, was die ohnehin lockere Stimmung noch gehoben hat. Danke an alle Kursteilnehmer für diesen wunderbaren Kurs. Ich kann das Lob einer Teilnehmerin nur zurückgeben: es war der Höhepunkt der Woche.

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3 Kommentare

  1. Da kriegt man ja schlimmen Hunger! Bei uns kommt noch nicht so viel aus dem Boden, der Girsch hat ein paar Zentimeter erreicht und ein paar andere Blätter schauen traurig daher. Nichts was sich schon jetzt für einen Topf lohnen würde 😉

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    1. Hi Philipp, ach das kommt schon noch, hier ist dafür manches soo schnell vorbei, dass man mit Enten und Kochen gar nicht mitkommt. Ist „bei uns“ zufällig in Norwegen 😉
      Herzl Grüße. Susanne

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      1. In der Tat, 59 Grad nördliche Breite 🙂 Gestern zu Himmelfahrt hat der Frühling endlich kapiert dass er jetzt dran ist, nachdem es letzten Freitag früh noch einmal sauber drübergeschneit hat. Also nicht nur so ein paar Flöckchen sondern mehrere Zentimeter.
        Jetzt muss ich meine alten Kursunterlagen rauskramen und bei der nächsten Radtour durchs Grün mal schauen wo was wächst!

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