Springkraut

Vom Duft der wilden Blüten und wie man ihn mit Wasser zähmt

Der Sommer ist die Zeit der Blüten.  Seit Mitte Juni verströmt das Mädesüß seinen unvergleichlichen Duft nach Mandel, Marzipan und eine Note, die ihm eigen ist und von den Salicylaten kommt, einer Stoffgruppe, die sich im Körper in Salicylsäure verwandelt. Das ist das was wir vom Aspirin kennen.  Die zeit des Mädesüß Zeit neigt sich allerdings Ende Juli dem Ende zu. Vorangegangen sind im Frühling die Robinie, die Traubenkirsche, das Duftveilchen und der Holunder. Nun steht das echte Labkraut in voller Blüte und verleitet uns, nah zu kommen und uns von dem Duft betören zu lassen. Und auch das Indische Springkraut und die zartgelbe Nachtkerze haben nun ihre Zeit. Wer tagsüber versäumt duftende Blüten zu sammeln, kann abends Nachtkerzenblüten sammeln, denn sie öffnen erst in der Dämmerung ihre unvergleichlich zarten Blüten.

Wie schön wäre es diesen Duft mit nach Hause und vielleicht sogar in die feucht-kalte Jahreszeit mitnehmen zu können. (mehr …)

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Auwald mit Scharbockskraut

Die nächste Gelegenheit für einen Wildpflanzen-Spaziergang

Heute waren wir bei mildem Wetter wieder unterwegs. Mit 20 Erwachsenen, zwei Kindern und Hund Caesar ging’s durchs Weintinger Hölzl. Vor 4 Wochen habe ich hier den ersten Wildpflanzen-Spaziergang in diesem Jahr gemacht und seit dem hat sich einiges getan. Das Scharbockskraut geht nahezu überall in Blüte und damit ist die Erntezeit vorbei, da sich nun verstärkt die für uns giftigen  Protoanemonine bilden. Lediglich im dichteren schattigen Auwald sind noch größere blütenfreie Bestände. Mit dem Ende der Huflattich-Blüte zeigen sich nun die ersten jungen Blättchen. Der Wiesen-Sauerampfer ist kräftig gewachsen und die Goldnessel bekommt schöne saftige Triebe. Vogelmiere und die Weiße Taubnessel präsentieren ihre Weißen Blüten eng aneinander geschmiegt.

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