Rezepte

Frittata mit Gänsefingerkraut, Giersch und Brennnesselsamen

Heute mal wild gekocht und fotografiert. Nennt sich Frittata (in Italien) oder Menemem (Türkei) und ist nichts anderes als gebratenes Gemüse mit Rührei. Unendlich variierbar. Hier das Rezept kurz und knackig:
– Zucchini, Pilze und Frühlingszwiebel anbraten
– Gierschstengel klein schneiden und dazu geben, kurz mitbraten
– Gierschblätter und Blättchen vom Gänsefingerkraut kleinschneiden und kurz mitgaren.
– Eier verquirlen, würzen, drübergeben und stocken lassen.
– Bestreuen mit grobem Salz und Gomasio. Ich habe mein Gomasio mit gerösteten Brennnesselsamen angereichert.
Auf die Teller, fertig, los …
Für alle, die es mal ausprobieren wollen: im Kochkurs am 17.9 in Oberau beim Schulerloch da gibt s sicher eine Frittata. Weil’s schnell geht, einfach ist und lecker ist. Details zum Kurs.
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Wilde würzige Samen im Juli

Der Juli ist ein üppiger Monat. Er steht im Zeichen der Blüten und vor allem auch der Samen. Für Spaziergänge sollte man nun immer ein Tütchen und Gummihandschuhe dabei haben, um mal eben eine Handvoll Brennnesselsamen oder Samen der Knoblauchsrauke sammeln zu können.

Brennnesselsamen sind das wilde „Superfood“. Sie strotzen vor Mineralstoffen, u.a. Magnesium und Eisen, enthalten viel Linolsäure und Vitamin E. Sie lassen sich schnell sammeln und halten getrocknet mindestens bis in die nächste Saison. (mehr …)

Löwenzahnblüten köcheln

Goldener Löwenzahnblütensirup

Sonniges Wetter läßt die Löwenzahnblüten aufgehen und nun ist es an der Zeit die vertagten Pläne umzusetzen und Löwenzahnblütensirup zu machen. Ein Rezept ist gefunden und zwar eines, bei dem man die grünen Hüllblätter nicht entfernen muss. In anderen Rezepten heißt es, sie würden den Sirup bitter machen. Doch ich vertraue dem österreichen Hauben- und Sterne-Koch Meinrad Neunkirchner und kann mir auch gut vorstellen, dass das Bittere dem Sirup die besondere Note gibt („So schmecken Wildpflanzen“ heißt das Buch, in dem er das Rezept veröffentlicht hat). Nun gibt es noch eine Hürde zu nehmen: 1 kg Löwenzahnblüten pflücken. Doch ich habe Glück: die Teilnehmer meiner Wildpflanzenwanderung, denen ich von meinem Plan erzähle,  erklären sich spontan bereit mir zu helfen und in 10 Minuten sind 960 gr. Blüten gesammelt. Vielen vielen Dank dafür, das war unglaublich nett!!

Hier nun die versprochene Belohnung, das Rezept für 1 Liter leckeren Sirup:

Ca. 1 kg. Blüten ohne Stiele | 2 Liter Wasser | 2 Bio-Zitronen und Bio-Orangen, in Scheiben geschnitten | ca. 500 gr. Zucker

Blüten nicht waschen, ggf. aber erstmal die kleinen Tierchen rauskrabbeln lassen. Mit ca. 2 Litern Wasser aufkochen, ggf. Schaum abschöpfen. Die Zitronen- und Orangenscheiben zugeben und bei geringer Hitze auf ca. die Hälfte reduzieren lassen. Das dauert durchaus mehrere Stunden. Abkühlen lassen und über Nacht zugedeckt stehen lassen. Am nächsten Tag in einem Sieb abtropfen lassen aber nicht ausdrücken. Den Sud langsam mit Zucker (500 gr. auf 1 Liter) einkochen lassen. Neunkirchner empfiehlt den Sirup durch ein feines Sieb zu gießen, nochmals aufzukochen und dann abzufüllen. Kühl und dunkel soll er bis zu 2 Jahre haltbar sein.

Löwenzahnblüten bei Regen

Der Löwenzahnblütenhonig fällt ins Wasser

Heute steht „Löwenzahnblütentag“ in meinem Kalender. Ich wollte bei sonnigem Wetter hinaus auf die Wiesen und Löwenzahnblüten sammeln. Daraus wollte ich Löwenzahnblütenhonig machen, denn im nächsten Kochkurs soll es als Dessert  „Griechischen Joghurt mit Walnüssen und Löwenzahnblütenhonig“ geben.
So war mein Plan. Doch leider spielt das Wetter nicht mit. Der Himmel war bedeckt und es hat regnet. Da schließt der Löwenzahn seine Blüten, um seine zarten Zungenblüten vor dem Wasser zu schützen.

Damit das Vorhaben nicht in Vergessenheit gerät poste ich hier das Rezept. Dann kann jeder das gute Wetter nutzen , wenn es denn wieder kommt ….

Löwenzahnblütenhonig

100 g Löwenzahnblüten |500 ml Wasser | 500 g Zucker | Saft von 1 Orange (mehr …)

Zutaten für Gemüse mit Wildkräutersauce

Das schnelle Rezept: Kartoffeln und Brokkoli mit Wildpflanzen-Sauce

Die Wildkräuter sprießen. Die Feuchtigkeit und die Wärme lassen Sie geradezu explodieren. Das Scharbockskraut, einer der ersten grünen Frühlingsboten, geht an vielen Stellen schon in Blüte  und kann dort nicht mehr geerntet werden, denn mit der Blüte entwickeln sich größere Mengen an sog. Protoanemoninen, die für uns giftig sind. Aber im Schatten ist es noch ohne Blüten zu finden. Die Knoblauchsrauke, die mit grünen Rosetten überwintert, hat dicke Polster gebildet und schickt sich mancherorts sogar schon an, Blütenstände zu bilden. Die Veilchen überziehen viele Wiesen mit ihren violetten Blüten und auch der Löwenzahn entfaltet schon vereinzelt seine gelben Korbblüten. Der Giersch hat schon ergiebiges Grün und der Bärlauch ist auf seinem Höhepunkt.

Nun kann der Hunger auf frisches Grün schnell gestillt werden. Ein einfaches Rezept muss her. Hier ist es:

Kartoffel und Brokkoli mit grüner Wildpflanzen-Sauce

Für die Sauce (2-4 Portionen) (mehr …)