Gemüse

Frittata mit Gänsefingerkraut, Giersch und Brennnesselsamen

Heute mal wild gekocht und fotografiert. Nennt sich Frittata (in Italien) oder Menemem (Türkei) und ist nichts anderes als gebratenes Gemüse mit Rührei. Unendlich variierbar. Hier das Rezept kurz und knackig:
– Zucchini, Pilze und Frühlingszwiebel anbraten
– Gierschstengel klein schneiden und dazu geben, kurz mitbraten
– Gierschblätter und Blättchen vom Gänsefingerkraut kleinschneiden und kurz mitgaren.
– Eier verquirlen, würzen, drübergeben und stocken lassen.
– Bestreuen mit grobem Salz und Gomasio. Ich habe mein Gomasio mit gerösteten Brennnesselsamen angereichert.
Auf die Teller, fertig, los …
Für alle, die es mal ausprobieren wollen: im Kochkurs am 17.9 in Oberau beim Schulerloch da gibt s sicher eine Frittata. Weil’s schnell geht, einfach ist und lecker ist. Details zum Kurs.
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Zutaten für Gemüse mit Wildkräutersauce

Das schnelle Rezept: Kartoffeln und Brokkoli mit Wildpflanzen-Sauce

Die Wildkräuter sprießen. Die Feuchtigkeit und die Wärme lassen Sie geradezu explodieren. Das Scharbockskraut, einer der ersten grünen Frühlingsboten, geht an vielen Stellen schon in Blüte  und kann dort nicht mehr geerntet werden, denn mit der Blüte entwickeln sich größere Mengen an sog. Protoanemoninen, die für uns giftig sind. Aber im Schatten ist es noch ohne Blüten zu finden. Die Knoblauchsrauke, die mit grünen Rosetten überwintert, hat dicke Polster gebildet und schickt sich mancherorts sogar schon an, Blütenstände zu bilden. Die Veilchen überziehen viele Wiesen mit ihren violetten Blüten und auch der Löwenzahn entfaltet schon vereinzelt seine gelben Korbblüten. Der Giersch hat schon ergiebiges Grün und der Bärlauch ist auf seinem Höhepunkt.

Nun kann der Hunger auf frisches Grün schnell gestillt werden. Ein einfaches Rezept muss her. Hier ist es:

Kartoffel und Brokkoli mit grüner Wildpflanzen-Sauce

Für die Sauce (2-4 Portionen) (mehr …)

Eichelgemüse mit Brokkoli und Hirse

Eichel-Küche Teil 2. Eicheln mit Sprossbrokkoli und Hirse

Heute habe ich das erste Gericht mit den Eicheln gekocht, die ich am Freitag geschält und seit dem gewässert habe. Es hat 2 Tage gedauert, bis die Eicheln genügend Gerbsäure an das Wasser abgegeben haben und nun mild schmecken und gut verträglich sind. Ich habe die Eicheln zum Wässern in eine sehr große Schüssel umgeschüttet, da das Glasgefäß, in dem ich sie fotographiert hatte (siehe Beitrag Eichel-Küche Teil 1)  zu klein war. Ich habe etwa 5 mal das Wasser gewechselt und die Eicheln beim Wasserwechsel auch immer in ein Sieb umgeschüttet und in der Spüle ordentlich durchgespült. (mehr …)

Guter Heinrich, Beinwell- und Bärenklau-Blüten

Wilde Begleiter zum Spargel

Es ist Spargelzeit. Ein köstliches Gemüse mit leicht bitterer Note. Am besten entfaltet der Spargel sein Aroma einfach nur mit Butter und Salz. Heute habe ich ihm drei wilde Begleiter an die Seite gestellt: den Guten Heinrich, einen Verwandten des Spinats. Früher eine häufige Pflanze auf dem Land und in jedem Dorf und heute eine Rarität. In Südtirol ist er wieder öfter auf den Speisekarten zu finden. Dazu die Knospen vom wilden Beinwell mit zartem Artischockenaroma. Beides kurz in Salzwasser blanchiert. Und als frische Zugabe: Bärlauchblüten. Die Stengel fein geschnitten und zusammen mit den weißen Blüten über das feine Gemüse gestreut. Ein zarter Knoblauchgeruch entfaltet sich, beißt man auf die saftigen Stückchen. Dem Spargel hats gefallen und mir hat es geschmeckt.

Klettenwurzel mit Kartoffel-Brennnessel-Püree

Japanische Klettenwurzeln mit Kartoffel-Brennnessel-Püree

Noch ist Winter. Und Winterzeit ist Wurzelzeit. Bei Löwenzahn, Nachtkerze und Klette überwintern die nahrhaften Wurzeln im ersten Jahr, um dann im Frühjahr auszutreiben und Blütenstände und Samen zu bilden. Dann kann man die Wurzeln nicht mehr essen.
Zum Ernten braucht man Bestände, die groß genug sind, um einige Wurzeln ernten zu können. Gerne hätte ich ein paar Klettenwurzeln ausgegraben, aber ich habe noch keine ergiebige Stelle gefunden. Umso mehr habe ich mich gefreut einen Versender zu finden, der frische Wurzeln der japanischen Klette im Angebot hat. Und da die Saison, die im September beginnt, bald zu Ende geht, hab ich gleich 2 Kilo bestellt. In Japan gehört die inulinhaltige Klettenwurzel zum alltäglichen Gemüse. Sie heißt dort Gobo.
Eigentlich wollte ich sie japanisch kochen, aber bei dem nasskalten Wetter war es mir nach klassisch deutsch, mit Bechamelsauce (in Bayern sagen wir „Einbrenn'“) und Kartoffelpüree, das ich mit Brennnessel ein wenig verwildert hab. Hier das Rezept:

Das Rezept

500 gr. Klettenwurzeln | ca. 500 gr. mehlige Kartoffeln | 1 Zwiebel  |1 Eßl.  Butter | 1 Eßl. Dinkelmehl | Brühe vom Kochen der Klettenwurzeln | Milch | Salz, Muskat, Pfeffer | 1-2 Eßl. Brennnesselsamen | 1 TL Brennnesselpulver

Die Kartoffel schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser gar kochen.
Die Brennnesselsamen in einer Pfanne ohne Fett anrösten, beiseite stellen.
Die Klettenwurzeln schälen, in längliche Stücke schneiden und in Salzwasser ca. 20 Min. garen.

Die Einbrenne herstellen: dazu die Butter schmelzen, die Zwiebel in Stückchen schneiden und darin andünsten. (mehr …)