Scharbockskraut

Zutaten für Gemüse mit Wildkräutersauce

Das schnelle Rezept: Kartoffeln und Brokkoli mit Wildpflanzen-Sauce

Die Wildkräuter sprießen. Die Feuchtigkeit und die Wärme lassen Sie geradezu explodieren. Das Scharbockskraut, einer der ersten grünen Frühlingsboten, geht an vielen Stellen schon in Blüte  und kann dort nicht mehr geerntet werden, denn mit der Blüte entwickeln sich größere Mengen an sog. Protoanemoninen, die für uns giftig sind. Aber im Schatten ist es noch ohne Blüten zu finden. Die Knoblauchsrauke, die mit grünen Rosetten überwintert, hat dicke Polster gebildet und schickt sich mancherorts sogar schon an, Blütenstände zu bilden. Die Veilchen überziehen viele Wiesen mit ihren violetten Blüten und auch der Löwenzahn entfaltet schon vereinzelt seine gelben Korbblüten. Der Giersch hat schon ergiebiges Grün und der Bärlauch ist auf seinem Höhepunkt.

Nun kann der Hunger auf frisches Grün schnell gestillt werden. Ein einfaches Rezept muss her. Hier ist es:

Kartoffel und Brokkoli mit grüner Wildpflanzen-Sauce

Für die Sauce (2-4 Portionen) (mehr …)

Advertisements
Auwald mit Scharbockskraut

Die nächste Gelegenheit für einen Wildpflanzen-Spaziergang

Heute waren wir bei mildem Wetter wieder unterwegs. Mit 20 Erwachsenen, zwei Kindern und Hund Caesar ging’s durchs Weintinger Hölzl. Vor 4 Wochen habe ich hier den ersten Wildpflanzen-Spaziergang in diesem Jahr gemacht und seit dem hat sich einiges getan. Das Scharbockskraut geht nahezu überall in Blüte und damit ist die Erntezeit vorbei, da sich nun verstärkt die für uns giftigen  Protoanemonine bilden. Lediglich im dichteren schattigen Auwald sind noch größere blütenfreie Bestände. Mit dem Ende der Huflattich-Blüte zeigen sich nun die ersten jungen Blättchen. Der Wiesen-Sauerampfer ist kräftig gewachsen und die Goldnessel bekommt schöne saftige Triebe. Vogelmiere und die Weiße Taubnessel präsentieren ihre Weißen Blüten eng aneinander geschmiegt.

(mehr …)

Das Scharbockskraut. Das weiße Schaf unter den Ranunkelgewächsen

Das Scharbockskraut (Ranunculus ficaria) ist eine der ersten Wildpflanzen, die im Frühjahr wieder austreiben. Zwischen März und April schiebt es aus Brutknöllchen seine glänzend grünen, herz- bis nierenförmigen Blätter ans Licht. (Diesen Artikel schreibe ich allerdings Ende Januar 2015, nachdem ich heute das erste Scharbockskraut entdeckt habe. Der Zeitpunkt ist also nicht ganz so genau einzugrenzen.)

ScharbockskrautDie Erntezeit ist generell recht kurz, denn mit dem Auftreten der ersten gelben Blüten kann das Scharbockskraut nicht mehr gegessen werden. Der vor der Blüte nur geringe Anteil an Protoanemonin, einem  Alkaloid, nimmt nun zu und macht die Pflanze für uns giftig. Die zunehmende Schärfe der Blätter ist hier als Warnung zu verstehen. In sehr großen Mengen sollte das Scharbockskraut generell nicht gegessen werden. (mehr …)