Giersch

Frittata mit Gänsefingerkraut, Giersch und Brennnesselsamen

Heute mal wild gekocht und fotografiert. Nennt sich Frittata (in Italien) oder Menemem (Türkei) und ist nichts anderes als gebratenes Gemüse mit Rührei. Unendlich variierbar. Hier das Rezept kurz und knackig:
– Zucchini, Pilze und Frühlingszwiebel anbraten
– Gierschstengel klein schneiden und dazu geben, kurz mitbraten
– Gierschblätter und Blättchen vom Gänsefingerkraut kleinschneiden und kurz mitgaren.
– Eier verquirlen, würzen, drübergeben und stocken lassen.
– Bestreuen mit grobem Salz und Gomasio. Ich habe mein Gomasio mit gerösteten Brennnesselsamen angereichert.
Auf die Teller, fertig, los …
Für alle, die es mal ausprobieren wollen: im Kochkurs am 17.9 in Oberau beim Schulerloch da gibt s sicher eine Frittata. Weil’s schnell geht, einfach ist und lecker ist. Details zum Kurs.
Advertisements
Erste Gierschblättchen

Zeit des Übergangs und der Versprechen

Schneeglöckchen und Märzenbecher läuten den Vorfrühling ein. Kaum ist der Schnee weg, erwärmt die Sonne den Boden und die hübschen Frühlingsboten schieben ihre Triebe zum Licht. Mit ihnen erwachen auch die ersten essbaren Wildpflanzen. An warmen Stellen entfaltet der Giersch vorsichtig die ersten Blättchen. Man ist bescheiden im Februar und genießt das Aroma der ersten zwei oder drei Mini-Blättchen.
Eine reichere Ernte ist schon jetzt an Bächen und Rinnsalen möglich, die, angefüllt durch den schmelzenden Schnee, schon mal die Wege überspülen. Das Bittere Schaumkraut bildet im seicht fließenden Wasser die ersten saftig grünen Teppiche. Köstlich sind die scharf-bitteren Blattrosetten. Aber nicht nur das. Sie bringen eine ordentliche Menge Vitamin C, antibakterielle und verdauungsfördernde Senfölglykoside und die so wichtigen Bitterstoffe auf den Teller.

Endlich wieder frisches wildes Grün. Im Gegensatz zum letzten Winter, in dem man fast durchgängig Wildpflanzen sammeln konnte, war eine Ernte in diesem Jahr durch die dichte Schneedecke kaum möglich. Umso größer ist nun die Freude. (mehr …)

Tramezzini-Rolle mit Bärlauch-Pesto

Kochseminar – Fingerfood mit Wildpflanzen-Pesto und grüne Smoothies – Noch 3 Plätze frei

Wer Pesto mag, für den gibt es morgen 16. 5 ab 14:30 die Gelegenheit pikantes Fingerfood mit Wildpflanzen-Pesto zuzubereiten. Mir Bärlauch, Giersch, Bärenklau und anderen schmackhaften Wildpflanzen bereiten wir gefüllte Champignons und Tramezzini-Rollen.

Davor mixen wir uns erfrischende grüne Smoothies. Appetit bekommen?
Dann einfach bei mir anrufen oder mailen, denn die Anmeldung bei der vhs ist nicht mehr möglich. 0179-5983086 oder info@derwildeweg.de. 3 weitere Teilnehmer können noch mitmachen.
Hier die genauen Kursdaten https://derwildeweg.com/seminare-2015/#wildermix2.

Dann vielleicht bis morgen

Wildpflanzen-Linsensalat

Viele Köchinnen verderben nicht den wilden Brei

Viele Köche verderben den Brei. Das mag ja vielleicht stimmen. Aber 12 Köchinnen kriegen es prima hin. Und das mit viel Spaß und guter Laune. Das kann ich nach diesem Kochseminar mit Gewissheit sagen. Zusammen haben wir aus Brennnessel, Giersch, Bärenklau, Löwenzahn-Blüten, Bärlauch, Weinberglauch, Gundermann und Wiesensalbei ein wirklich leckeres Menü gezaubert (wobei ich so wenig „eingreifen“ musste, dass ich sogar Zeit zum photographieren hatte).
Wir haben gekocht: eine fruchtig vollmundige Kokos-Brennnessel-Suppe, ein wildes Pesto, einen Linsensalat mit Bärenklau, Giersch und Blättern, Blüten und Knospen vom Bärlauch und eine würzige Hirse-Timbale mit Bärenklau und Giersch.

Jedes Gericht ist richtig gut gelungen, denn hier waren lauter erfahrene und leidenschaftliche Köchinnen am Werk. Eine wirklich tolle Truppe 🙂 Die  Männer zu Hause können sich nun auf neue wilde Mahlzeiten freuen. Danke an alle Mädels für dieses schöne Seminar und das leckere Essen.

Knöterich Knoblauchsrauke und Goldrute

Kochseminar: Ein wildes Menü im April am Samstag 25. April 14:00

Seit ein paar Tagen  kann man ihn endlich ernten, den Japanischen Knöterich, einen sogenannten „Invasiven Neophyten“, also eine eingewanderte Pflanze, die sich wild verbreitet und kaum wieder zurückzudrängen ist. Bis zu 4 m werden die Triebe lang und die Wurzeln bilden ein undurchdringliches Geflecht, das keine anderen Pflanzen leben lässt. Das beste Mittel ihn zu bekämpfen ist: aufessen. Und das ist eine gute Idee: denn er schmeckt fast wie Rhabarber (mit dem er verwandt ist) und eignet sich für Süßes und Herzhaftes. Am Samstag ab 14:00 in der Küche der vhs Regensburg verarbeiten wir ihn zu einem leckeren Kuchen. (Auf dem Titelbild sieht man ihn zusammen mit den Trieben der Goldrute und der Knoblauchsrauke).

(mehr …)